Neuer Blog!

Liebe Menschen,

 

ein paar von euch haben es bereits mitbekommen, an manch anderen ist es vielleicht vorbeigerauscht. Wir sind umgezogen!

 

Ab sofort könnt ihr uns auf http://www.blackblog.a-revolt.org/ finden. Für euch ändert sich nichts: Alles wird weiterhin auf Facebook und Twitter automatisch geteilt, alles ist weiterhin auf WordPress also hoffen wir, dass ihr euch flott zurechtfindet.

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Dieser Blog hier bleibt als Archiv bestehen, ihr könnt euch also trotzdem noch eure Lieblingsartikel hier durchlesen.

Lutz Bachmann wegen Volksverhetzung verurteilt

Er hatte auf Facebook alle MigrantInnen grundsätzlich als „Viehzeug“ und „Gelumpe“ betitelt. Heute wurde das Urteil in dem Prozess verlesen, in welchem die Staatsanwaltschaft 7 Monate Haft gefordert hatte. Bachmanns Verteidigung forderte Freispruch. Jetzt muss er eine Geldstrafe in Höhe von 9600€ zahlen.

Lutz Bachmann wurde durch die Gründung von „PEGIDA“ bekannt. An den Demonstrationen der Islam- und Flüchtlingsfeindlichen Bewegung, beteiligten sich zu Beginn mehrere tausend Menschen. Mittlerweile ist die Bewegung stark geschwächt. Dennoch gibt es in fast jedem Bundesland mehrere PEGIDA-Ableger.

1. Mai in Mannheim

Wie fast in jeder größeren Stadt, kamen am ersten Mai in Mannheim, überwiegend junge Antifaschistinnen und Antifaschisten auf der Straße zusammen, um gemeinsam gegen Kapitalismus, Rassismus und Ausgrenzung vorzugehen.
Circa 50 Menschen haben sich neben der Demonstration des DGB, eingefunden, um für mehr Solidarität und gegen Abschiebungen zu kämpfen.
Noch bevor die Menschen vom Gewerkschaftshaus in Richtung Mannheimer Marktplatz loszogen, konnte man von einem Gebäude Leuchtkörper wahrnehmen.
Von Sprechgesängen, über ein wenig Pyrotechnik, bis hin zu einer kurzen Sitzblockade war auf der friedlichen Demonstration alles vertreten.
Alles in einem eine kurze und ruhige Demo am Morgen des ersten Mais.

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1. Mai – Bochum Nazifrei – Ein Augenzeugen-Bericht

Bochum. Die NPD hatte landesweit zu einer Demonstration am 1. Mai aufgerufen. Ca. 100 Nazis von der NPD, Die Rechte und den Freien Kameradschaften versammelten sich. 2500 Menschen stellten sich den Nazis in den Weg, unter ihnen ca. 600–700 aktionswillige Menschen die mehrfach versuchten auf die Route der Nazis zu kommen. Dabei wurden teilweise Rauchtöpfe, sowie Böller und andere Pyrotechnik gezündet.
Die Polizei hatte 1 Wasserwerfer und ca. 800 PolizistInnen im Einsatz. Der WaWe wurde an diesem Tag nicht eingesetzt. Er diente nur zur Provokation und Abschreckung. Mehrfach war er provokativ auf friedliche GegendemonstrantInnen gerichtet. Die Polizei setzte mehrfach Pfefferspray und Schlagstöcke gegen Menschen ein die sich teilweise auch friedlich gegen den Naziaufmarsch stellten.
Auch die vor kurzem zu 8 Monaten auf Bewährung verurteilte Faschistin Melanie Dittmer aus Bornheim beteiligte sich an der Nazi-Demo und provozierte mehrfach die GegendemonstrantInnen.

Gegen 13 Uhr wurden ca. 150 Menschen in einer U-Bahn festgehalten und massiv bedrängt. Die Polizei ließ die Menschen über eine dreiviertel Stunde dicht gedrängt in einer vollen U-Bahn stehen. Für das Festhalten der Menschen wurden von Seiten der Polizei keine Äußerungen gemacht. Es gab vereinzelt Festnahmen.

Vor und während der Anreise gab es eine Gleisblockade um die Anreise der Nazis zu stören. Auch gegen diese Menschen ging die Polizei mit übertriebener Gewalt vor.
Im Bahnhof wurde gegen die Menschen die vom Gleis abgedrängt wurden massiv Pfefferspray und Schlagstöcke eingesetzt.

Ab ca. 15 Uhr gab es einen Kessel mit ca. 200–250 Menschen im sog. Bermudadreieck. Sie wurden über 6 Stunden festgehalten. 90 Menschen aus dem besagten Kessel kamen in die Gesa im Bergbaumuseum. Alle anderen Menschen durften unter Abgabe der Personalien und mit der Bedingung sich fotografieren zu lassen aus dem Kessel. Als Support von ca. 80 friedlichen Menschen den Kessel erreichte, setzte die Polizei wieder auf Eskalation und provozierte verbal und durch ihr auftreten massiv. Laut Polizei wurden 32 Strafanzeigen gestellt.

Vor der Demonstration versuchten Neonazis mehrfach die GegendemonstrantInnen in Seitenstraßen zu provozieren. Für sie ging es eher schlecht aus.

Der Tag ist als Teilerfolg zu werten, da sehr viele Menschen den Nazis zeigten, dass sie in Bochum nicht erwünscht sind. Ein großes Danke geht an die vielen Menschen die teilweise von weit her angereist waren um etwas gegen die Nazis in Bochum zu tun. Unsere Solidarität geht vor allem an die Menschen die verhaftet wurden oder 6 Stunden im Kessel sitzen mussten. Außerdem wünschen wir allen verletzten GenossInnen eine gute Genesung!

Wenn ihr in Bochum dabei wart und Redebedarf habt meldet euch! Wir freuen uns!

1. MAI – NAZIFREI!

+++GSG9 nimmt Rechtsterroristen fest+++

Freital. Am frühen Morgen des 19. Aprils wurden in Freital 5 Rechte Terrosristen bei Haus- und Wohnungsdurchsuchungen festgenommen! Vorgeworfen wird der „Gruppe Freital“ eine terroristische Vereinigung gegründet zu haben, sowie schwere Körperverletzung und versuchter Mord.
Bei den Festgenommenen handelt es sich um Männer zwischen 18-39 Jahren (Justin S., Rico K., Sebastian W., Mike S.) und einer Frau im Alter von 27 Jahren (Maria K.). „Die Köpfe“ der Terrorgruppe Timo S. und Patrick F. sitzen scheinbar schon seid längerer Zeit in U-Haft.

Konkrete Vorwürfe sind Angriffe auf eine Flüchtlingsunterkunft in Freital und ein alternatives Wohnprojekt in Dresden, sowie der Sprengstoffanschlag auf das Auto des Stadtrates.
Die Pyrotechnik mit denen die Angriffe ausgeübt wurden kam vermutlich aus Osteuropa und sollte ebenfalls von der Terrorgruppe „Oldschool Society“ (OSS) verwendet werden.

Endlich wird von rechtem Terror gesprochen
Im vergangenen Jahr 2015 gab es über 780 Anschläge auf Flüchtlingsheime. Nicht dazugezählt sind die Angriffe auf die Bewohner. Täglich gab es mehrere Fremdenfeindliche Veranstaltungen, Demos oder Kundgebung. Gerade Freital war mehrere Wochen in den Medien wegen den andauernden Protesten gegen eine Flüchtlingsunterkunft.
Bei diesen Veranstaltungen blieb es oft nicht friedlich. Immer wieder werden Vertreter der Presse Angegriffen oder bei ihrer Arbeit schwer behindert.
In Heidenau gab es tagelang Prognome gegen Flüchtlinge und ihre Einrichtungen. Die Polizei war anfangs nicht vor Ort und in den darauffolgenden Tagen hatte sie die Situation absolut nicht unter Kontrolle.
Die wenigsten Angriffe auf Flüchtlingsunterkünfte werden aufgeklärt und oft wird am Anfang der Ermittlungen „nicht von einer fremdenfeindlichen Tat ausgegangen“.

Nun sehen wir es als ein Schritt in die richtige Richtung das Problem beim Namen zu nennen. Schon lange ist es rechter Terrorismus.

Identitäre fallen auf Veranstaltung der ÖH Uni Wien ein

Wien: 40- 50 Identitäre haben gegen 20:45 Uhr, eine Veranstaltung der ÖH Uni Wien,  mit dem Namen: “ Schutzbefohlene performen Jelineks Schutzbefohlene“ angegriffen.
Sie stürmten auf die Bühne, schwenkten eine Fahne der Identitären und bespritzten Menschen symbolisch mit Kunstblut.
Personen aus dem Publikum erlitten Verletzungen durch Schläge  und Stöße. Martin Sellner, der Obermann der Identitären Wien, war auch unter den Angreifern, was deutlich macht, dass es sich um eine geplante Aktion handelte. 
Die Polizei wurde verständigt und nimmt Zeugenaussagen auf. 

Man hat sich entschieden, die Veranstaltung fortzuführen und sich keinesfalls von rechter Gewalt einschüchtern zu lassen. 

Freitaler Bürgerwehr: Die Bundesanwaltschaft ermittelt wegen §129

Freital. Freital war vor weniger Monat groß in den Schlagzeilen, wegen den wochenlang andauernden Protesten gegen die Unterbringung von Flüchtlingen in einem Hotel.. Jetzt ermittelt die Bundesanwaltschaft gegen mehrere Mitglieder der „Bürgerwehr FTL/360“ wegen der Gründung einer terroristischen Vereinigung. Konkret werden der Gruppe auf politische Gegner, Flüchtlinge und Flüchtlingsunterkünfte vorgeworfen.

Letztes Jahr im November und im März dieses Jahres, gab es mehrere Razzien gegen Mitglieder der Bürgerwehr. Dabei wurde Sprengstoff, sowie Nazi-Propaganda festgestellt.

Die Ermittlungen richten sich gegen eine Frau und 5 Männer zwischen 18 und 40 Jahren.

Endlich werden die zunehmenden Angriffe auf Flüchtlingsunterkünfte und deren Bewohner als Terror wahrgenommen.

„Die Opfer – Vergesst mich nicht“ – Teil 2 der NSU-Triologie auf dem Ersten

Heute lief der 2. Teil der NSU-Triologie im Ersten.
Es war ein emotional aufgeladener Film mit vielen „Gänsehaut-Momenten“. Interessant war auch dieses mal die Perspektive aus der Sicht der Opfer und der Betroffenen.

Vor allem die Entwicklung der Familie Şimşek ist spannend zu beobachten und interessant zu erfahren wie sich das Leben der Angehörigen entwickelt.

Ich persönlich finde den 2 Teil der Trilogie gelungener als den 1 Teil, da dieser besser aufgebaut war.

Wie schon im Titel der Films muss es für uns AntifaschistInnen heißen:

„Die Täter – Heute ist nicht alle Tage“ – NSU-Triologie auf dem Ersten

Am 30.März lief im ersten deutschen Fernsehn der Film „Die Täter – Heute ist nicht alle Tage„. Der Film ist der erste Teil einer Trilogie, „Mitten in Deutschland: NSU“, über den NSU (Nationalsozialistischer Untergrund) welcher zwischen 1999 und 2007 mehrere Morde und Sprengstoff-Anschläge verübt hat. Jeder Teil der Trilogie beleuchtet das Geschehen aus einer andere Perspektive:
1.Teil: Die Täter
2.Teil: Die Opfer
3.Teil: Die Ermittler
Teil dieser terroristischen waren Uwe Mundlos, Beate Zschäpe und Uwe Bönhardt. Es wird ein Sympathisant*innen-Kreis von 200 Personen vermutet.
Uwe Mundlos und Uwe Bönhardt brachten sich selbst um, gegen Beate Zschäpe läuft seid 2013 ein Prozess.

Bei dem Film wird vor allem die Jugendphase der 3 Terroristen ausfuhrlichi beleuchtet. Die Entwicklung ist interessant, wie Uwe, Beate und Uwe vom Saufen sich entwickeln und terroristische Anschläge zu verüben. An manchen Stellen im Film, der ausdrücklich als Spielfilm ausgestrahlt wurde, zieht sich die Erzählung und die Konzentration schweift ab. Gegen Ende des Films geht es dann Schlag auf Schlag, es wird die Garage durchsucht, in der das Trio eine Bombenwerkstatt eingerichtet hat, Uwe Böhnhardt flieht vor der Polizei und die das Trio taucht ab. Die letzte Einstellung im Film zeigt, wie der erste Mord begangen wird und der Film endet, mit einer Einblendung nach der mensch den Film hinterfragt. Es wirkt als würde diese Einblendung nur aus rechtlichen Gründen angezeigt.

Etwas seltsam ist die Verteilung im Film: Lange und ausführlich wird die Anfangsphase beleuchtet, als die Morde beginnen hört der Film abrupt auf. Ich glaube das die Filme eine Möglichkeit sind, die Ereignisse aufzuarbeiten und Bildungsarbeit zu machen.

Es bleibt spannend wie die anderen Filme aussehen werden. Wir werden weiter Berichten!

Brüssel: Rechte Hooligans stören Gedenken an Opfer des Terroranschlags

Brüssel – In den letzten Tagen, sowie heute, kamen auf dem Börsenplatz in Brüssel, viele Menschen zusammen, um den Opfern der Terroranschläge vom 22. März zu gedenken.
Doch trotz hoher Anteilnahme, scheint man den Opfern keinen Frieden gewähren zu wollen.

Gegen 15:25 Uhr marschierten etwa 450 alkoholisierte rechte Hooligans auf den Platz. Nach Angaben des Bürgermeister des Ortes Vilvoorde, seien es „rechtsextreme Hooligans verschiedener Fußballvereine der ersten Liga“ gewesen. Die Agentur Belga gab an, dass die Rechten aus den Antwerpen angereist waren.
Sie hetzten mit nationalistischen und rassistischen Parolen,  wie „Belgische Hooligans, wir sind hier zu Hause“.
Vereinzelt wurden Hitlergrüße gezeigt.
Die Polizei ging mit Wasserwerfern gegen die Hooligans vor.
Doch auch die Bürger Brüssels stellten sich, mit Parolen wie zum Beispiel  „Brüssel multikulturell“, gegen den rassistischen Mob.